trauma&tech steht für digitale Selbstbestimmung.

Unser Ziel ist es, euch dabei zu unterstützen selbstbestimmte, mündige und datenschutzfreundliche Entscheidungen in Bezug auf euer digitales Leben und eure personenbezogenen Daten zu treffen. 

 

Als Überlebende und Aussteigerinnen aus schwersten, organisierten Gewaltstrukturen haben wir verstanden, wie wichtig der Schutz unserer persönlichen Daten auch digital ist. 

 

Wir unterstützen Traumabetroffene (mit und ohne organisierten Hintergrund), Therapeutinnen, Helferinnen und alle, die digital selbstbestimmt leben (oder ihre Praxis dementsprechend gestalten) wollen. 

 

Unser Angebot umfasst Beratung (Einzel- und Gruppenberatung), Workshops und Vorträge.

 

Nicht optional: Digitale Entscheidungen treffen

 

Wer online kommuniziert, arbeitet, sich informiert oder soziale Kontakte pflegt, hinterlässt (personenbezogene) Daten. Diese Daten werden gesammelt, ausgewertet, weiterverarbeitet und zunehmend automatisiert genutzt.

 

Die Kontrolle über diese Daten liegt weitestgehend bei "Big Tech". Big Tech ist ein Synonym für die 5 größten Unternehmen in der Techbranche. Diese Unternehmen lenken (auf Basis unserer Daten), wie unser Onlineleben stattfindet. Sie entscheiden über Datenspeicherung, Sichtbarkeit, den Informationsfluss und darüber wie Inhalte ausgespielt werden. 

 

Diese Automatisierung hat nichts mit Selbstbestimmung, Freiheit und bewussten Entscheidungen gemeinsam. Wenige überreiche Menschen erlangen so Kontrolle über Milliarden von personenbezogenen Daten und bauen darauf ihre Geschäftsmodelle auf. 

 

Das muss nicht sein: Es gibt datenschutzfreundliche(re) Alternativen. 

Nicht optional: Digitale Entscheidungen treffen

 

Ein weiteres Thema, welches in den letzten Jahren an Relevanz gewonnen hat sind Scams, Phishing, Datendiebstahl, Deepfakes und generell Cyberkriminalität. Diese Verbrechen betreffen zunehmend Privatpersonen und kleine Unternehmen/Praxen und verursachen, neben hohen Kosten, weitreichende Folgen und können im schlimmsten Fall existenzbedrohend sein. 

 

Hier gilt: Es ist nicht möglich einen umfassenden Schutz zu installieren. Es gibt in der Cybersecurity keine absolute Sicherheit. Wer sich aber dafür entscheidet in 2026 ein Onlineleben zu führen, ganz egal ob beruflich oder privat kommt nicht daran vorbei sich mit Datenschutz und Cybersecurity auseinanderzusetzen. 

 

Datenschutz hat den Ruf nicht besonders beliebt und sperrig zu sein. Wir finden Datenschutz ziemlich cool und spannend. Wir helfen dir gerne deine eigenen digitalen Entscheidungen zu treffen. 

 

Was haben Trauma und Tech gemeinsam?

 

Auf den ersten Blick wirken die Begriffe zusammenhanglos. Ein zweiter Blick lohnt sich, denn es gibt mehrere Aspekte, die gerade für traumabetroffene Menschen von großer Bedeutung sind. 

 

Der wichtigste Grund zuerst: (Komplexe) Traumata entstehen sehr häufig in Kontexten, die (später) dazu führen, dass personenbezogene Daten noch sensibler und umsichtiger geschützt werden müssen um die persönliche Sicherheit zu gewährleisten. Hierbei kann es z.B. um Marginalisierung, Medical Gaslighting, Arbeitsmarktchancen, aber auch um Kontaktabbrüche, geschützte Wohnadressen, Namensänderungen und Neuanfänge gehen. 

 

Zur Klarstellung: Jeder Mensch hat ein Recht auf den umfassenden Schutz der personenbezogenen Daten. Was die Personengruppe der Traumabetroffenen vulnerabler macht ist, dass kleine Versehen im Datenschutz reale Gefahr bedeuten können. 

Nicht optional: Digitale Entscheidungen treffen

 

Nun wäre eine mögliche Haltung: Wenn das so gefährlich ist, dann sollten Betroffene das Internet nicht nutzen. 

 

Das ist sachlich richtig und nachvollziehbar, aber unrealistisch. Ein komplett analoges Leben kann für einen gewissen Zeitraum mit viel Unterstützung von Helferinnen fuktionieren (und in bestimmten Situationen auch notwendig sein). Im Sinne der Selbstbestimmung und Teilhabe ist es kaum noch möglich und mit sehr viel Kraftaufwand verbunden. 

 

Neben pragmatischen Aspekten (Terminvereinbarungen, Onlinetherapie, Emailkontakte, Apps des täglichen Lebens, etc.) ist die Nutzung von sozialen Medien für Betroffene  häufig (für einen gewissen Zeitraum) die einzige Möglichkeit soziale Kontakte zu haben. 

 

Nicht analog leben zu können/zu wollen,  bedeutet aber auch aktiv Verantwortung für das eigene digitale Handeln zu übernehmen. 

 

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Über uns

 

Wir sind Hanna, Austeigerinnen aus organisierten Gewaltkontexten und Überlebende. Wir sind Viele, weil das Ausmaß der Gewalt nichts anderes als Aufspaltung zuließ. 

Wir haben es nach Jahrzehnten geschafft uns aus der Spirale der Gewalt zu befreien und uns ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen. 

 

Im Laufe unseres Ausstiegs ist sehr deutlich geworden, wie wichtig es ist digitale Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Es hat sich gezeigt, dass es nicht (mehr) ausreicht analoge Maßnahmen wie Umzüge, Namensänderung oder eine Auskunftssperre zu nutzen. 

 

Neben der Notwendigkeit digitale Schutzmaßnahmen zu ergreifen um überleben zu können, finden viele von uns Techthemen auch einfach spannend und haben hier ihre Erfüllung gefunden. Wenn ihr mit uns arbeitet, dann wird, neben aller Schwere, die die Themen mit sich bringen, immer eine übersprudelnde Begeisterung bei euch ankommen. Als Aussteigerinnen haben (hatten) wir selten die Wahl mit welchen Themen wir uns beschäftigen WOLLEN. Aber wir wir haben es in der Hand wie wir die notwendigen Wege gemeinsam gestalten. 

 

Über uns

 

Mit trauma&tech verbinden wir unsere Studienberufe der Diplom Sozialarbeiterin und Master of Arts Sozialmanagement mit unserem Spezialinteresse "Tech".

 

Wir gehen mit euch ins Gespräch, damit ihr danach die notwendigen Blickwinkel und Werkzeuge habt, gute Entscheidungen für euch oder eure Praxis zu treffen. Mit verschiedenen Methoden der Wissenvermittlung, gemeinsames Anschauen eurer Technik und validierenden Gesprächen zur Entscheidungsfindung schaffen wir eine solide Basis für eure Cybersecurity.

 

Wir verbinden Fach- und Erfahrungswissen aus den Bereichen Trauma, Tech und Datenschutz mit eurer Lebensrealität und euren Fragen. Wir bewerten euch nicht, wir setzen gemeinsam dort an, wo ihr es braucht. Ihr dürft uns ohne Angst alles zu Techthemen fragen, was ihr euch an anderer Stelle vielleicht nicht traut oder schon immer mal geklärt haben wollt.

 

Außerdem finden wir: Die Themen Tech, Cybersecurity, KI und Social Media gehören dringend auf Traumafortbildungen. Sich im Umfeld dieser Themen zu bewegen ist die heutige Lebensrealität von Betroffenen, mit allen Risiken (und Chancen). Medienkompetenz und Gefahrenbewusstsein sind, auch in der Traumatherapie, wichtiger als je zuvor.

 

Qualifikationen

  • Diplom Sozialarbeiterin
  • Master of Arts Sozialmanagement
  • Qualitätsmanagementbeauftragte (DIN EN ISO 9001)
  • ständige Fort- und Weiterbildung in Traumafachthemen und Projektmanagement

 

 

Erfahrungsexpertise

  • 10 Jahre + Erfahrung in der Sozialpsychiatrie (tagesstrukturierend, ambulant, stationär)
  • 5 Jahre Projekt- und Qualitätsmanagement in sozialen Organisationen
  • Ausstieg aus organisierten Gewaltkontexten
  • Spezialinteresse (im Sinne von ASS) "Tech"
  • Leben mit Behinderungen

 

Angebote

Für Betroffene

 

Für Betroffene mit Traumafolgestörungen bieten wir zu absoluten Sonderkonditionen Einzelberatungen zu den Themen Gerätesicherheit (Smartphones und andere Endgeräte) und Kommunikation (Messenger, Social Media, E-Mails & Co.) an. 

 

Ihr müsst keinen Nachweis erbringen, aber wir bitten darum dieses Angebot nur zu nutzen, wenn ihr aufgrund eurer Lebensrealtität (finanziell und mit erhöhtem Bedarf an Schutzmaßnahmen) konkreten Bedarf habt. 

 

Die Beratung findet grundsätzlich online über Big Blue Button statt. 

 

Nicht optional: Digitale Entscheidungen treff

Für Fach- und Unterstützungsmenschen

 

  • Einzel- und Gruppenberatung zu individuellen Fragestellungen (mögliche Themen: Alltagstaugliche Umsetzung von Datenschutz & DSGVO, sichere(re) Kommunikation im Praxisalltag, Begleitung von Austeigerinnen und anderen digital gefährdeten Klientinnen, KI-Ethik, Gerätesicherheit)
  • Themenbezogene Workshops und Seminare/Webinare
  • Fallbesprechungen
  • Vorträge auf Fortbildungen und Tagungen
  • Gestaltung von Klausurtagen

 

Die Angebote können online oder Vorort stattfinden. Bei Vorortterminen müssen Fahrt- und ggf. Übernachtungskosten übernommen werden. Je nach Rahmenbedingungen können zusätzliche Kosten für eine notwendige Begleitperson anfallen. 

 

 

Ablauf und wichtige Informationen

 

Ablauf einer Einzelberatung

  • Ihr schreibt uns eine E-Mail (über das Kontakformular oder einen der Buttons auf dieser Seite) mit einer kurzen Erläuterung worum es geht und was euer Anliegen an uns ist. Bitte direkt erwähnen, ob das Angebot für Betroffene in Anspruch genommen wird.
  • Wir prüfen, ob wir uns kompetent für euren Bedarf fühlen und erstellen dann ein individuelles Angebot. Das sichert uns alle ab und bietet die Freiheit eine 100% individuelle, passgenaue Beratung/Unterstützung anbieten zu können, die sich komplett an euren Bedürfnissen/den Bedürfnissen eures Praxisalltags orientiert.
  • Ihr nehmt das Angebot an, bekommt eine Rechnung und bezahlt. Wir arbeiten aktuell ausschließlich mit Vorkasse und Überweisung (mehr dazu in den AGB, die ihr mit der ersten Antwortmail von uns bekommt).
  • Wir bereiten den Termin anhand unserer Vereinbarung vor und treffen uns dann zur vereinbarten Zeit.
  • Ihr bekommt im Rahmen der Nachbereitung eine kleine Zusammenfassung unseres Gesprächs, damit ihr euch auch in 4 Wochen noch daran erinnern könnt, wie die "bessere" Suchmaschine hieß. :)

 

Der beschriebene Ablauf bezieht sich grundsätzlich auch auf alle anderen Angebote. Es ist uns eine Herzensangelegenheit keine Kurse, schematisierte, vorgefertigte Beratungsstunden oder KI Inhalte zu verkaufen. Deswegen gibt es hier keine "Jetzt buchen"-Buttons. Bei größeren Projekten (wenn es um mehr als ca. 3 auf einmal gebuchte Beratungen, ein größeres Projekt oder eine längerfristige Zusammenarbeit geht) bieten wir ein kostenloses Erstgespräch (ausschließlich online und ohne themenbezogene Beratung) vor Angebotserstellung an. 

 

Eigene Erfahrungen

Ein weiteres Anliegen unserer Arbeit ist es durch unser Wirken und öffentliches Dasein zu zeigen, dass es möglich ist aus organisierten Gewaltstrukturen auszusteigen, selbstbestimmt als Viele zu leben und das Leben zu lieben. Wir teilen gerne einen Teil unserer Erfahrungen und sprechen im Rahmen von Vorträgen autobiographisch. Der digitale Teil des Ausstiegs hat uns besonders in den letzten 2 Jahren sehr geprägt und herausgefordert. Wir wünschen uns, dass das Teilen unserer Erfahrungen anderen Betroffenen eine Hilfe beim Einschätzen von digitalen Gefahren sein kann. 

 

Wir arbeiten nicht ohne Bezahlung

Unsere Arbeit ist aufwendig, rechercheintensiv und erfordert permanentes Dranbleiben an Entwicklungen und Trends. Was heute richtig ist, kann in der Techwelt morgen schon veraltet und überholt sein. Wir bringen in der Beratung und Begleitung von Menschen langjährige Berufserfahrung, sowie zwei Studienabschlüsse und Zusatzqualifikationen mit. Wir bilden uns permanent weiter und investieren in noch bessere Ausbildung.

Wenn jemand der Meinung ist, dass es unsere Pflicht als Betroffene/Behinderte ist kostenlos aufzuklären und unsere Expertise zur Verfügung zu stellen: Schreib uns einfach nicht an. 

 

Klingt hart, muss aber einfach mal so direkt ausgesprochen werden, da mit uns oft aufgrund unserer eigenen Betroffenheit um jeden Euro gehandelt wird. 

 

Dennoch ist es uns wichtig ein Angebot zu schaffen, welches für die allermeisten Betroffenen zugänglich und eine echte Hilfe ist. Dem Tragen wir mit unseren Sonderkonditionen für Traumabetroffene Rechnung. In Ausnahmefällen ist es möglich für Beratungsstellen, kleine Vereine und Selbsthilfegruppen einen vergünstigten Preis anzubieten oder Vorträge einzubringen, aus denen Folgeaufträge resultieren. 

 

Wir sind kein IT-Unternehmen

Wir bieten ausschließlich Beratung und Erfahrungsexpertise, mit dem Ziel digitale Selbstbestimmung zu ermöglichen, an. Wir bauen euch keine Netzwerke, wir sichern nicht aktiv eure Hardware und wir verkaufen weder Soft- noch Hardware und auch keinen Speicherplatz. Wenn wir Empfehlungen aussprechen, dann basiert dies auf einer Analyse der derzeit vorhandenen Optionen auf Grundlage von Kriterien für digitale Unabhängigkeit und den bestmöglichen Schutz personenbezogener Daten. Wir vereinfachen euch durch unser Wissen und den Austausch die Arbeit und nehmen euch ein bisschen Mental Load ab. Die Entscheidungen für euch oder eure Praxis liegen aber ganz allein bei euch. :-)

Wir haben keine Ausbildung im Bereich IT. Alles was wir wissen, haben wir uns autodidaktisch angeeignet.